Gesundheit und Umwelt: Ziele / Programm
Die Förderung der eigenen Gesundheit gehört heute für die Menschen zu den wichtigen Alltagskompetenzen. Gesundheitsbildung beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, körperliches und seelisches Befinden positiv zu beeinflussen. Dabei sehen wir Gesundheit und Krankheit in fließenden Übergängen als Prozess, der zum Leben gehört. Gesundheit ist keine Ressource, die sich nach und nach verzehrt und im Alter aufgebraucht ist. Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch ein Leben lang lernfähig bleibt und seine Gesundheit und Lebensqualität in jeder Lebensphase fördern kann. Wissen allein macht zwar niemanden gesund, aber Gesundheitsbildung kann Gesundheitskompetenzen vermitteln und jedem Einzelnen Möglichkeiten aufzeigen, sich selbst im Alltag etwas Gutes zu tun.
Dabei wollen wir
- Wissen über körperliche, seelische, soziale und ökologische Zusammenhänge konkret und praxisnah vermitteln.
- Lernen mit allen Sinnen, im Denken, im Handeln und im Fühlen ermöglichen und mit biografischen Erfahrungen verknüpfen. („Lebensweisenkonzept“)
- Möglichkeiten aufzeigen, etwas zur eigenen Gesundheit beitragen zu können, um das Vertrauen in die Gesundheits- und Handlungskompetenz zu stärken („Salutogenese“).
- sozialen, alters- und geschlechtsspezifischen sowie ethnischen Unterschieden von Lernerfahrungen gerecht werden.
- Bei den subjektiven Lernerfahrungen und Interessen ansetzen und gleichzeitig durch die Kursgruppe ein Bewusstsein für andere Menschen fördern.
Jedes Thema erfordert ein spezifisch passendes Vorgehen. Dennoch hat sich gezeigt, dass manche Methoden für die Anliegen der Gesundheitsbildung besser geeignet sind als andere. Typische Methoden sind:
- Wahrnehmungsorientiertes Lernen, das Erfahrungen mit den Sinnen (Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Tasten, Gleichgewicht, Bewegung) zulässt.
- Handlungsorientiertes Lernen, das Ausprobieren neuer Möglichkeiten sich zu bewegen, zu entspannen, zu ernähren, zu kommunizieren in den Vordergrund stellt
- Soziales Lernen, das die Unterschiedlichkeit von Sichtweisen und Lösungswegen für Lernprozesse nutzt.
- Biografisches Lernen, das die eigene Lebensgeschichte, den individuellen Alltag einbezieht, soweit Teilnehmer/innen dies möchten.
- Salutogenes Lernen, das auf den Fähigkeiten und Stärken gesund zu bleiben aufbaut und nicht so sehr nach gesundheitlichen Risiken fragt.






