|
April 2007
Projekt "Schülercoaching"
Projektdarstellung
Wie kontinuierliches Lernen ein Schlüssel für die Zukunft ist, führt Nichtteilhabe daran häufig zu sozialer und beruflicher Ausgrenzung. Hier sind alle Bildungsbereiche gefordert! Voraussetzung zur Lösung dieser Problematik sind eine stärkere Verzahnung der Bildungseinrichtungen und Bildungswege und insbesondere neue Konzepte, die benachteiligten Jugendlichen den Übergang in Ausbildung und Beruf erleichtern.
Unsere Projektidee
Das Stützkonzept SCHÜLERCOACHING wurde 2002 in Hamburg gemeinsam von Pädagogen der Hamburger Volkshochschule und Lehrern sowie Schülern der staatlichen Gewerbeschule Werft und Hafen (G7) entwickelt und erprobt. Seitdem ist es in mehreren Berufsvorbereitungsklassen der G7 und seit 2004 auch der G17 (Gewerbeschule für Metalltechnik in Hamburg-Wilhelmsburg) mit überzeugendem Erfolg durchgeführt worden. Unser einjähriges Programm umfasst insgesamt 7 Module. Persönlichkeitskräfte und Berufsperspektiven sollen erkannt, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung gefördert werden. Insgesamt wird der Blick weniger auf Defizite im Kenntnisstand und der persönlichen Entwicklung der Jugendlichen, sondern vielmehr auf ihre Stärken in schulischen und außerschulischen Lernsituationen gerichtet. Die einzelnen Module sind als Orientierungsrahmen für Coaching-Projekte an Schulen zu verstehen. Innovativ an unserem Programm ist die Verbindung von Persönlichkeitsentwicklung und Berufsorientierung sowie das Bewusstmachen und Nutzen des informellen Lernens.
Projektverlauf in 2006
Im vergangenen Jahr wurde unser Programm in zwei BVTQ-Klassen (Berufsvorbereitung mit Teilqualifizierung) der Gewerbeschule 17 für Metalltechnik durchgeführt. Die Jugendlichen stammten aus Haupt- und Sonderschulen, hatten weitgehend Zuwandererhintergrund, verbunden mit erheblichen sprachlichen Problemen, und z.T. leichte körperliche Behinderungen.
Das Projekt wurde in 2006 durch die Sicherheitskonferenz Harburg, den DVV, die Junge VHS Hamburg und die G 17 finanziert.
Schwerpunkt der ersten Arbeitsphase waren vorhandene Kompetenzen für sozialen Kontakt und Arbeitssituationen.
Hierzu wurden, mit Unterstützung eines Theaterpädagogen, realitätsnahe Situationen aus den Bereichen Arbeitswelt, Schule und Freizeit nachgespielt, in denen Konflikte und deren konstruktive Regelung im Mittelpunkt standen.
Im letzten Teil des Programms fand ein Videofilmprojekt statt, dessen Ziel es war, die Jugendlichen in ihrer Selbstwahrnehmung zu schulen, ihr kreatives Potenzial, aber auch ihr Selbstbewusstsein zu erhöhen und ihre Fähigkeiten im Bereich der Teamarbeit zu verbessern.
Nach 4 Jahren „Schülercoaching“ ist erkennbar, das es eindeutig die Anzahl der Jugendlichen, die gleich nach Schulabschluss einen Ausbildungsplatz erhielten, erhöht hat. Auch das vorzeitige Aussteigen aus Praktika ging durch das Coaching zurück.
Die Nachhaltigkeit unserer Arbeit an den Schulen würde ein zusätzliches
Coaching in der Berufseinstiegsphase sichern helfen.
Hierzu soll noch in diesem Jahr ein entsprechendes Konzept entwickelt werden.
Kontakt
Claudia Schneider, Junge VHS Hamburg, Mönckebergstraße 17, 20095 Hamburg, Tel.: 040/209421-19 und
Ellen Abraham, Grundbildungszentrum Billstedt der VHS Hamburg,
Billstedter Hauptstraße 69A, 22111 Hamburg, Tel.: 040/73617123
Projekt-Website: www.lernende-region-hamburg.de
|