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Demokratie-Erziehung

Demokratie, Toleranz, Respekt für andere sind Themen, die man Kindern und Jugendlichen so früh wie möglich nahe bringen sollte.

Wir bieten Programme an, die der  Entwicklung einer demokratischen Schulkultur dienen und Jugendliche vor Ort motivieren und sie in ihrem Engagement verlässlich unterstützen.

Betzavta – Miteinander!

Ein Jugendworkshop der Jungen VHS Hamburg

Gemeinsam viel Spaß haben und sich gleichzeitig mit einem ernsten Thema befassen – so lautet unsere Devise! Die Junge VHS Hamburg hat für Jugendliche im September 2004 ein Seminar zum Thema “Demokratie, Toleranz und Menschenrechte“ entwickelt, das auf dem Programm „Betzavta- Miteinander“ des Adam Institute for Democracy and Peace (Jerusalem) basiert.

Der Überzeugung folgend, dass Demokratie nicht nur die Umschreibung für ein bestimmtes Staats- und Gesellschaftssystem ist, sondern als Verhaltensform in allen Situationen des Alltags umgesetzt werden kann, geht es in einer Vielzahl von Übungen und spielerischen Aktivitäten während des Workshops darum, demokratische Grundprinzipien erfahrbar zu machen.

Die moralische Einstellung eines Menschen entsteht nicht nur durch Anhäufung von Wissen; sie bildet sich vor allem in der Auseinandersetzung mit anderen Menschen!

Unser Programm ermöglicht eine Vielzahl solcher Erfahrungen in einem geschützten Lernraum.

Es werden Spielsituationen geschaffen, in denen sich die Teilnehmenden mit sich widersprechenden Positionen, Einstellungen und Bedürfnissen konfrontiert sehen und handeln müssen. Dies macht sehr viel Spaß, man lernt zudem sehr viel über sich selbst und gewinnt neue Erkenntnisse, die sich überall im eigenen Alltag anwenden lassen.

Im methodischen Zusammenhang ist die so genannte Konflikt-Dilemma- Methode ganz wesentlich, die auf der Annahme basiert, dass wir das Recht einer anderen Person auf freie Entfaltung am ehesten akzeptieren, wenn wir ihre Position als eine Alternative anerkennen, die unter bestimmten Umständen auch unsere eigene sein könnte. Dazu ist es notwendig, dass wir diese innerlich als mögliche eigene Position erfahren.

Da der Grundsatz gilt, dass in den Spielsituationen das Maximum an Freiheit für alle erreicht werden soll, müssen die Beteiligten verhandeln und nach kreativen Lösungen eines Dilemmas suchen.

Ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben, verändert sich so das Bedürfnis nach egoistischer Verfolgung eigener Interessen zu einem Bedürfnis nach Anerkennung der Gleichheit aller als grundlegendem Prinzip.

Dieses Programm kann ergänzt werden durch einen Videoworkshop, in dem die Jugendlichen selbst kleine Szenen zu den Themen Toleranz, Respekt, Grenzen etc. im Rollenspiel entwerfen, diese filmen und dann anderen vorstellen.

So erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, ganz eigene, vielleicht sehr verrückte Ideen zu präsentieren und sich mit anderen darüber auszutauschen.

Außerdem im Programm

Kreisschülerratsseminar zum Thema „Demokratie, Toleranz und Menschenrechte“.

 

Kontakt: Claudia Schneider, Junge VHS