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Zivilcourage

„Zivilcourage kann gelernt werden!“

lautet das Fazit der Dozentinnen und Dozenten nach ihren langjährigen Erfahrungen.

"Es hat mir Spaß gemacht, mal richtig über Streit zu reden.“
„Am wichtigsten fand ich, dass  wir uns gegenseitig geholfen haben.“
„Wir haben viel über Streit gesprochen und herausgefunden, wie man Streit verhindern kann.“

So äußerten sich Kinder der Klassenstufe 5 einer Hamburger Gesamtschule in der Auswertungsrunde eines Workshops zur Verbesserung von Konfliktfähigkeit, den die JVHS für Schulen aller Schulformen und Jugendeinrichtungen anbietet.

Projektbeschreibungen

Seit 1995 gibt es im Bereich der Jungen VHS den Arbeitsschwerpunkt „Zivilcourage, Konfliktfähigkeit, Gewaltprävention“, der auf Grund der Überzeugung entstand, dass sich zivilgesellschaftliches Engagement pädagogisch vermitteln lässt.

Die entsprechenden Seminare werden als Projekttage oder – wochen durchgeführt. Sie finden innerhalb der Schulzeit, räumlich jedoch in der Regel außerhalb der Schule statt. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche dazu anzuleiten, Konflikte nicht zu provozieren, in konfliktträchtige Situationen einzugreifen und bei auftretenden Kollisionen deeskalierend zu agieren.

Kreative Verhaltensstrategien werden vermittelt, von den Jugendlichen erprobt und weiter entwickelt.
Aus diesem Grund beteiligt sich die Junge VHS auch seit einigen Jahren am „Fachkreis Gewaltprävention“, der sich als übergreifendes Forum von MitarbeiterInnen aus Hamburger Behörden, freien Trägern, Bildungs – und Betreuungseinrichtungen versteht.

In der Planungsphase werden mit der Klasse/ Gruppe und dem Lehrer/ Gruppenleiter die gewünschten Schwerpunkte festgelegt.

Seminarinhalte (je nach Absprache):

  • Konflikte innerhalb der Klasse (Mobbing, Ausgrenzung, gegenseitiges Stören, Konflikte mit LehrerInnen, etc.)
  • Stärkung der Konfliktfähigkeit, Lernen von Methoden der konstruktiven Konfliktregulierung, Teambildung
  • Auseinandersetzung mit verschiedenen Möglichkeiten des Eingreifens im Konflikt
  • Stärkung der Klassengemeinschaft, Aufbau von verbindlichen Strukturen und Regeln, verbesserter Umgang miteinander
  • Zivilcourage (zu bestimmten Projekten: Anti-Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung (geschlechterspezifisch) etc.)

Methodik

Der methodische Rahmen der Seminare ist handlungs- und erlebnisorientiert mit kommunikations-, spiel - und theaterpädagogischen Elementen. Aktuelle Probleme in der Gruppe werden sofort aufgegriffen und bearbeitet.

Die Unterrichtseinheiten beinhalten Körper- und Stimmtraining, Rollenspiele sowie das Ausprobieren ungewöhnlicher Verhaltensweisen.

In Übungen zu Themenbereichen wie „Gewalt“, „Macht/Ohnmacht“ etc. und in Spielszenen zu konkreten Ängsten aus derLebenswirklichkeit der Jugendlichen können eigene Verhaltensmuster hinterfragt und neue Handlungsstrategien diskutiert, bewertet und ausprobiert werden.

Dabei wird deutlich, dass es für bestimmte Situation nicht nur eine „richtige“ Lösung gibt, sondern die Möglichkeiten und Ideen für jeden unterschiedlich sein können.

Die Trainer sind erfahrene Pädagogen, die seit mehreren Jahren in diesem Bereich mit Schulklassen und Jugendgruppen arbeiten.

Unsere Kooperationspartner sind das ikm (Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation), die Beratungsstelle für Gewaltprävention und die Beratungsstelle für interkulturelle Erziehung des Hamburger Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung.

Unsere Rückmeldungen von beteiligten Lehrkräften

  • Die Kinder sind deutlich sensibler geworden und kommunizieren besser.
  • Es wird nicht weniger gestritten, der Umgang mit Konflikten ist leichter geworden.
  • Die Kinder lernen genauer hinzuhören und hinzusehen, wie andere sich verhalten und Siege und Niederlagen so zu verarbeiten, dass sich niemand zurückgesetzt oder verletzt fühlt.
  • Sie lernen nebenbei, jede Leistung Wert zu schätzen und Geduld aufzubringen.

Von beteiligten Schülern auf die Frage ihrer Lehrkräfte, was ihre wichtigste Erfahrung war

  • So müsste Schule immer sein.
  • Nichts hat mir Angst gemacht oder ist mir schwer gefallen. Das Wichtigste, was ich gelernt habe ist, wie ich Streit vermeiden und mit Niederlagen umgehen kann.
  • Eine gute Erfahrung war, dass wir uns bei der Zusammenarbeit nicht gestritten haben, sondern uns gegenseitig geholfen haben und herausgefunden haben, wie man Streit verhindern kann.

Von beteiligten Schülern auf die Frage ihrer Lehrkräfte, was ihre wichtigste Erfahrung war:

  • So müsste Schule immer sein.
  • Nichts hat mir Angst gemacht oder ist mir schwer gefallen. Das Wichtigste, was ich gelernt habe ist, wie ich Streit vermeiden und mit Niederlagen umgehen kann.
  • Eine gute Erfahrung war, dass wir uns bei der Zusammenarbeit nicht gestritten haben, sondern uns gegenseitig geholfen haben und herausgefunden haben, wie man Streit verhindern kann.

Kontakt: Claudia Schneider, Junge VHS