Werden literarische Dystopien real? Huxley – Lewis – Orwell – Atwood – Eggers
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Literarische Dystopien sind fiktive Warnungen vor Fehlentwicklungen, die der heutigen Realität unheimlich nahekommen. Sie entstehen oft in Zeiten gesellschaftlicher und politischer Umbrüche. Mit Aldous Huxleys "Schöne neue Welt" (1932) und George Orwells "1984" (1948) diskutieren wir die Klassiker des Genres. Huxley thematisiert eine Gesellschaft, die durch Technologie, Propaganda und Drogen kontrolliert wird und das Glück der Menschheit durch genetische Manipulation realisieren will. Mit dem Slogan „Big Brother is watching you“ warnt Orwell vor der allgegenwärtigen Kontrolle eines Überwachungsstaats.
„Wenn der Faschismus nach Amerika kommt, wird er in die Flagge gehüllt sein und ein Kreuz tragen.“ Dieses hellsichtige Statement des Nobelpreisträgers Sinclair Lewis liegt dem Roman "Das ist bei uns nicht möglich" (1933) zugrunde. Er imaginiert die Errichtung einer Diktatur durch den populistischen Senator Berzelius Windrip, dessen Psychogramm auf frappierende Weise dem des aktuellen US-Präsidenten gleicht.
Margaret Atwoods "Report der Magd" (1985), prominent verfilmt in "The Handmade’s Tale", ist eine erschreckende Vision von Frauen als unterdrückte Gebärmaschinen in einem patriarchalen Staat. Den Abschluss bildet Dave Eggers "The Circle" (2013): Ein mächtiger Internetkonzern strebt durch umfassende Transparenz und Überwachung die totale soziale Kontrolle an. Ein Menetekel unserer Zeit.
Literatur:
Aldous Huxley: "Schöne neue Welt", Fischer
Sinclair Lewis: "Das ist bei uns nicht möglich", Aufbau
George Orwell: "1984", Ullstein
Margaret Atwood: "Der Report der Magd", Piper
Dave Eggers: "The Circle", KiWi
„Wenn der Faschismus nach Amerika kommt, wird er in die Flagge gehüllt sein und ein Kreuz tragen.“ Dieses hellsichtige Statement des Nobelpreisträgers Sinclair Lewis liegt dem Roman "Das ist bei uns nicht möglich" (1933) zugrunde. Er imaginiert die Errichtung einer Diktatur durch den populistischen Senator Berzelius Windrip, dessen Psychogramm auf frappierende Weise dem des aktuellen US-Präsidenten gleicht.
Margaret Atwoods "Report der Magd" (1985), prominent verfilmt in "The Handmade’s Tale", ist eine erschreckende Vision von Frauen als unterdrückte Gebärmaschinen in einem patriarchalen Staat. Den Abschluss bildet Dave Eggers "The Circle" (2013): Ein mächtiger Internetkonzern strebt durch umfassende Transparenz und Überwachung die totale soziale Kontrolle an. Ein Menetekel unserer Zeit.
Literatur:
Aldous Huxley: "Schöne neue Welt", Fischer
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Ein Kurs von Jan Roidner
Bei der VHS seit 1997
Literaturwissenschaftler und Comicforscher, Studium Germanistik, Philosophie, Kunstgeschichte und Hispanistik an der Universität Hamburg. Freier Redakteur sowie Dozent an der Universität Hamburg für Literatur und Philosophie.
Kurstermine & Kursorte
| Mi. 03.02.27 um 18:30 - 20:00 | Online |
| Mi. 17.02.27 um 18:30 - 20:00 | Online |
| Mi. 03.03.27 um 18:30 - 20:00 | Online |
| Mi. 17.03.27 um 18:30 - 20:00 | Online |
| Mi. 07.04.27 um 18:30 - 20:00 | Online |