Kultur & Kreativität
Kursnummer: Q10024WWW02
  • Neu im Programm

Kunst schafft Visionen für mehr Frieden in der Welt

VHS-Kultursommer: Besuch der neuen Ausstellung der Stadtkuratorin Joanna Warsza

Die Ausstellungsreihe „From the Cosmos to the Commons: Fünf Jahre. Fünf Elemente“ der Stadtkuratorin Joanna Warsza, die im vergangenen Jahr im Stadtpark mit dem Thema „Kosmos“ startete, setzt sich im Sommer mit Beiträgen internationaler und Hamburger Künstler:innen zum Element „Feuer“ fort. Schauplatz ist der öffentliche Raum rund um das Mahnmal St. Nikolai: eine Kirchenruine in der Hamburger Innenstadt, die als zentraler Erinnerungsort den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft der Jahre 1933–1945 gewidmet ist. In der Ausstellung wird „Feuer“ als Symbol zwischen Apokalypse und Erneuerung in seiner zerstörerischen und regenerierenden Kraft vielfältig greifbar. Im Zentrum der künstlerischen Auseinandersetzungen steht die Überwindung von Krieg und Gewalt durch die Entwicklung von Visionen für ein friedliches, von Mitgefühl geprägtes Miteinander auf unserem Planeten.

Die diesjährige Sommerausstellung der Stadtkuratorin findet im Rahmen des überregional bedeutenden Hamburger Programms für Kunst im öffentlichen Raum statt. Bei der gemeinsamen Betrachtung sprechen wir über die Bedeutung des inhaltlichen Schwerpunkts der aktuellen Ausstellung ebenso wie über die Rolle von Kunst und Öffentlichkeit heute im Bild der Stadt. Als Teil des Sommerprojekts der Stadtkuratorin findet im nahegelegenen Projektraum Admiralitätstraße 75 eine Ausstellung mit Tuschezeichnungen des Künstlers Andrey Klassen (Kuratorin: Anna Nowak, Leiterin Kunsthaus Hamburg), die von Platons Höhlengleichnis und dem großen Hamburger Brand 1842 ausgehend das Phänomen „Feuer“ zwischen geistiger Erleuchtung und physischer Destruktion beleuchten. Wir schließen den Rundgang deshalb mit einem Besuch des Projektraums auf der Fleetinsel ab.

Wichtige Hinweise

Kurze Wege werden zu Fuß zurückgelegt. Bitte tragen Sie bequemes Schuhwerk, und bringen Sie sich etwas Grundverpflegung mit.
Für den Besuch des Mahnmals wird zusätzlich der Eintritt vor Ort fällig.

Ein Kurs von Dr. Belinda Grace Gardner

Foto: Belinda Grace Gardner

Bei der VHS seit 2025

(geb. 1960), Literatur- und Kunstwissenschaftlerin, lebt schon lange als freie Kunsttheoretikerin, Autorin, Hochschuldozentin und Kuratorin in Hamburg. Ihre Interessen reichen von Gestaltgebungen des Flüchtigen und Bildsprachen der Liebe über die Jahrhunderte bis hin zur Rolle von Kunst für gesellschaftlichen und urbanen Wandel und dem Hinterfragen von Bildkonstruktionen heute. Neben der Veröffentlichung zahlreicher Bücher und Texte in Fachpublikationen sowie Beiträgen in Print-, Radio- und Online-Medien lehrt sie seit Mitte der 2000er-Jahre an Universitäten und Kunsthochschulen. Zu den von ihr kuratierten Ausstellungen gehören: True Romance. Allegorien der Liebe von der Renaissance bis heute (2007–2008: Kunsthalle Wien; Museum Villa Stuck, München; Kunsthalle zu Kiel); Das Ohr von Giacometti. (Post-)Surreale Kunst von Meret Oppenheim bis Mariella Mosler (2010/2011: Levy Galerie, Hamburg), Love is a Battlefield. Störbilder der Liebe (2014: Galerie Speckstrasse/Gängeviertel Hamburg) und Politics of Love (2024/2025: realisiert in Kooperation mit Anna Nowak, Kunsthaus Hamburg). Ihre Überzeugung: Kunst weitet nicht nur die Wahrnehmung, sondern kann gesellschaftspolitisch viel bewegen.

Kurstermine & Kursorte

So. 28.06.26 um 10:00 - 13:00 Treffpunkt: Kunsthaus Hamburg

Anfahrt & Barrierefreiheit