Vortrag, Gespräch und Kurzführung zu "Steffi Wittenberg - Verfolgte und Zeitzeugin der Töchterschule"
Zum Aktionstag: "Denk mal am Ort!"
Steffi Wittenberg wurde 1926 als Steffi Hammerschlag in eine liberal-jüdische Familie in Hamburg geboren. Im Zuge der nationalsozialistischen Entrechtung der jüdischen Bevölkerung nach 1933 musste sie die Jahnschule (heutige Ida Ehre Schule) verlassen und wechselte auf die "Israelitische Töchterschule", eine jüdische Mädchenschule. Im Dezember 1939 gelang die Ausreise nach Uruguay. Ab 1948 lebte sie in den USA, wo sie sich in der Bürgerrechtsbewegung gemeinsam mit ihrem Ehemann gegen die Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung engagierte. Hierauf eröffneten die texanischen Behörden ein Verfahren gegen beide, worauf sie schließlich 1951 nach Hamburg zurückkehrte. Bis zu ihrem Tod 2015 war Steffi Wittenberg eine wichtige Stimme der Überlebenden in Hamburg. Ihr Sohn Andreas Wittenberg wird an ihrer ehemaligen Schule von ihrem Leben berichten. Nach Vortrag und Gespräch (ca. 90min) schließt sich eine kurze Führung durch die ehemalige jüdische Mädchenschule an.
Wichtige Hinweise
Edith Sichel war Schülerin der Israelitischen Töchterschule, bevor sie mit zehn Jahren mit ihrer Familie vor den Nationalsozialisten floh. In einem Interview von 2004 erinnert sie sich: „Viele Compañeras von mir sind umgekommen. Schrecklich!“ Anhand von Fotos, Dokumenten, Originaltönen und einem Kurzfilm zeichnet die Autorin Corinna Below Ediths Leben nach – ihre Kindheit im Nationalsozialismus, die Flucht nach Argentinien, das Exil und der mühsame Kampf um Wiedergutmachung.
Ein Kurs von Andreas Wittenberg
Bei der VHS seit 2024
Kurstermine & Kursorte
| So. 31.05.26 um 14:30 - 16:30 | VHS-Haus Dr. Alberto-Jonas |